Austin, Texas, USAMontag, 21. August 2000 Als ich am Freitag, dem 11. August am Flughafen stand und mich unter Tränen für ein Jahr von meinen Eltern und meinen Freunden verabschiedet habe, wusste ich noch nicht, was mich hier in Austin/Texas erwarten würde. Nach 9 Stunden Flug kam ich ziemlich müde am Washingtoner Flughafen an und erwischte ohne Schwierigkeiten meinen Anschlussflug nach Austin. Als ich dort nach insgesamt 16 Stunden Flug ankam, wie man sich bestimmt vorstellen kann, ziemlich müde, fiel es mir allerdings nicht schwer, meine "neue Familie" mit einem strahlenden Gesicht zu begrüßen und ihre Luftballons und Blumen zu empfangen! Natürlich war es ein komisches Gefühl, unter lauter fremden Leuten im Auto zu sitzen, die von nun an meine neue Familie sind. Gleich am nächsten Tag fühlte ich mich schon fast wie daheim und konnte es nicht erwarten endlich was von der angeblich wunderschönen Stadt zu sehen. Bei ca. 38 Grad im Schatten machten wir uns erst mal auf den Weg in eine Mall, wo ich allerdings feststellen musste, dass es doch nicht so eine gute Idee ist, mit kurzen Shorts und Träger T-Shirt rumzulaufen, da es dort verdammt kalt ist (wegen der Klimaanlage!). Ebenso in der Schule. Allerdings kann es einem nicht passieren, das man dort mit Träger-Shirts gesehen wird, weil diese nicht erlaubt sind. Der "dress code" an meiner Schule scheint jedoch nicht besonders streng zu sein, wie man sich so erzählt, ist für mich jedoch ungewohnt. Es ist zum Beispiel nicht erlaubt, T-Shirts zu tragen, deren Träger nicht mindestens drei Finger breit sind. Es ist auch nicht erlaubt, bauchfrei zu sein, dagegen ist es egal, wie kurz die Röcke und Shorts sind. Für mich und für viele andere gibt das alles jedoch keinen Sinn. Dennoch ist fast niemand dabei, der sich dem dress code widersetzt. Immerhin wird man dann nach Hause geschickt und gebeten sich umzuziehen und umgehend in die Schule zurück zu kommen. Für mich erscheint das alles ziemlich streng. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang, und auch jetzt noch, manchmal auf das Verhalten meiner Familie achte, um auch ja nichts falsch zu machen. Zum Beispiel ist es wirklich so, dass die Amerikaner ihr Essen erst klein schneiden, dann die Gabel in die linke Hand nehmen, die rechte auf den Schoß legen (oder auch umgekehrt), und dann so essen. Von mir wird das allerdings nicht erwartet. Eine andere Sache, an die ich mich aber recht schnell gewöhnt habe, sind die verschlossenen Türen. Mir ist es schon des öfteren passiert, dass ich fast gegen die Türen gerannt bin, da ich im letzten Augenblick gemerkt habe, dass die verschlossen sind, und ich dort lieber nicht rein gehen sollte. Man muss allerdings sehr aufpassen, dass man sich nicht isoliert, da es für die anderen Familienmitglieder nun mal ein Zeichen von nicht erwünscht zu sein ist, wenn die Tür verschlossen ist. Was die Freizeitgestaltung betrifft, so ist man fast aufgeschmissen, wenn man als Teenager kein Auto hat. Ich bin ja nur froh, dass meine Gastschwester (16 Jahre) eines besitzt - was in Amerika nicht sehr ungewöhnlich ist. Vor der Schule befindet sich ein riesiger, also wirklich ein riesiger Parkplatz (etwa 10 mal so groß wie der Lehrerparkplatz des JEG), der nur für die Schüler da ist. Jeder hat seinen eigenen Parkplatz mit Nummer, damit es auch ja keine Parkprobleme in der Früh gibt. Es ist nämlich nicht erlaubt, zu spät in die Schule zu kommen. Das ist etwas, was wirklich sehr streng gehandhabt wird und wo es auch keine Ausnahmen gibt. Wer nicht beim Gong auf seinem Stuhl sitzt, bekommt mächtig Ärger. Das ist auch der Grund, weshalb sich die ganze Schule während des Stundenwechsels (der genau 6 Minuten dauert) in Aufruhr befindet und noch mal schnell zu seinem "locker" (eine Art Spind) hastet, und hofft, dass er sich öffnen lässt. Was bei meinem leider nicht immer der Fall ist. Aber das liegt wahrscheinlich eher daran, dass ich mich mit diesem Schloss nicht auskenne und es mich von Tag zu Tag mehr verwirrt. Die Schule ist eigentlich der Ort, an dem ich mich bis jetzt am meisten aufgehalten habe. Sie beginnt um 8:55 Uhr und dauert regulär bis 4:10 Uhr. Hier erst mal mein Stundenplan (Es ist eine Wissenschaft für sich hier die richtigen Fächer auszuwählen und die richtigen Leistungsstufen zu finden. Was ja auch mit den eigenen Wünschen für die Zeit nach der Rückkehr nach Deutschland zusammenhängt!): Also:
Die Abfolge dieser Stunden ist an jedem Tag gleich! (Also kein Wochenstundenplan wie in Deutschland, sondern ein Tagesstundenplan.) Danach beginnt allerdings der Sport, der in Amerika, wie ja jeder weiß, sehr groß geschrieben wird. So natürlich auch für mich. Mein Volleyballtraining dauert genau 2 ½ Stunden. Es ist meine letzte Unterrichtsstunde an jedem Tag, und dann wird noch der Nachmittag drangehängt. Wenn man das jetzt 5 mal in der Woche hat, dann kann man sich doch schon vorstellen, das das sehr anstrengend ist, oder? Jedenfalls für mich. Damit ist dann schon der ganze Tag gelaufen, denn die Hausaufgaben, die man jeden Tag aufbekommt, sind auch nicht gerade wenig.
Hier ist - mit Annas Genehmigung selbstverständlich - ein Ausschnitt aus einem Brief an ihre Eltern zum Schulalltag eingefügt: "Ich hab wirklich eine wunderschöne Schule ... finde ich. Erst mal ist sie verdammt groß und unübersichtlich. Ich hätte um ehrlich zu sein, mich alleine nicht ausgekannt, wenn ich nicht gefragt hätte. Für verschiedene Gebiete gibt es einzelne Trakte ... z.b. science, maths, athletics usw. Es ist dreistöckig, und in der Mitte oben offen.....es ist echt schön.....aber ich denke, es ist alles sehr schwer sich das vorzustellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat........aber nie hätte ich gedacht, das es so schwer ist, Leute kennen zu lernen. Es sind schon ein paar nette dabei, aber es ist nicht ganz einfach, da alle ihre festen Freundeskreise haben und nun mal nicht zwingend neue Freunde brauchen....aber das wird von Tag zu Tag besser. Die Lehrer sind alle recht cool....so weit ich das jetzt schon sagen kann. Vor allem mein Geschichtslehrer....der kümmert sich ziemlich um mich. Ist ein typischer Texaner, zumindest, wie ich ihn mir vorstelle. Etwas dicker, Wranglerjeans, einen Gürtel mit Riesenschnalle, Cowboystiefel, Alter schwer einzuschätzen....und einen Akzent, das es der Sau graust ... das ist ein texanisch, wie ich es noch nie gesehen habe/gehört habe ..ach ja, und er ist football coach ... konnte es gar nicht glauben, dass ich noch nie American football gesehen habe ...... er ist echt total nett .... wenn ich nur mehr verstehen koennte .....ist verdammt schwer. Meine Mathelehrerin ist auch total nett und versucht mir zu helfen, Wo es nur geht. Heute haben wir ein Mathe-Quiz geschrieben, und das ging natürlich total in die Hose. Aber sie meinte, ich brauche mir wegen der Note keine Sorgen zu machen....da ich ja eh eine Stunde gefehlt habe. Chemie hab ich jetzt gewechselt und glaubt mir, das war in keinster Weise zu vorschnell... Ich hätte da kein Land gesehen....! Der Unterricht läuft folgendermaßen ab. Wenn die Glocke klingelt, sitzt jeder auf seinem Platz.....so ähnlich wie bei uns, nur das die Schüler wirklich schlafen. Man sieht immer wieder einen Kopf, der sich langsam auf den Tisch legt.......und bis zum (grauenhaften ) Gong auch nicht wieder auftaucht.......melden gibt es auch nicht. Es wird einfach dazwischen gerufen....wenn überhaupt einer mitarbeitet, denn das zählt ja nicht für das Zeugnis ....! Die Klassenzimmer sehen total unterschiedlich aus ... denn jeder Lehrer hat ja sein eigenes .... manchmal, wie ein Wohnzimmer....manchmal kommst du dir wie in einem Football-Stadion vor (Mr Watson..... mein Geschichtslehrer)......usw. Sonst stehen überall Einzeltische, in die man nur von einer Seite aus "einsteigen" kann ....... alles recht komisch....aber ich finde den Unterricht bis jetzt besser als in Deutschland .... nur geht alles ziemlich schnell vorbei (es sind ja 50 Minuten) .... ich kann allerdings nur vom Anfang reden. Wie das in ein paar Monaten aussieht, weiß ich noch nicht.....aber die gehen in einem Tempo voran, davon kann man in Deutschland nur träumen..... wenn man sich nur mal die Schulbücher anschaut....die sind ca.7 cm dick, und werden in einem Jahr durchgearbeitet....und wenn ihr euch jetzt mal vorstellt, da das alles voller Matheaufgaben ist.......! Die Hausaufgaben??? Da musste ich schon ganz schön schlucken.....es ist zwar nicht unbedingt schwer, aber verdammt viel.....ca. 30 Matheaufgaben pro Tag....das finde ich schon ganz schön happig, vor allem, wenn man erst um 6 am Abend heim kommt. Man kann auch nicht einfach sagen: tut mir leid, ich hatte gestern keine Zeit.........immerhin zählen die Hausaufgaben auch für die Note.....! Die Leute sind allerdings alle recht nett, und vor allem recht hilfsbereit. Ich denke, ich habe auf jeden Fall in der Woche schon gelernt, mehr auf Leute zuzugehen, weil ich einfach schon oft Hilfe gebraucht habe."
Ich verbringe die Zeit aber gerne in der Schule, bis jetzt, denn es ist immer wieder lustig zu raten, was die Lehrer da vorne so erzählen. Ich habe zum Beispiel einen Lehrer, bei dem es wirklich nur ein Ratespiel ist, denn ich verstehe seinen texanischen Akzent überhaupt nicht. Es ist schon sehr interessant und auch lustig mit offenen Augen durch die Schule zu gehen und mal versuchen zu beobachten, wie sich die Schüler verhalten, was sie anhaben, wie sie miteinander umgehen und wie oberflächlich sie doch oft sind. Das wird oft als Vorurteil genannt, aber ich denke, und ich habe auch selber schon die Bekanntschaft damit gemacht, dass es wahr ist. Im Großen und Ganzen habe ich meine erste Woche hier sehr genossen, und ich freue mich auch schon auf die Dutzend anderen, auch wenn sie häufig von Heimweh begleitet sind. Bis zum nächsten Mal!
Montag, 11. September 2000 Es ist schon einen Monat her, als ich hier in Austin mein einjähriges Austauschjahr begonnen habe. Es ist kaum zu glauben, dass ich schon 1/9 davon "hinter mir habe". Nie hätte ich gedacht, dass die Zeit so schnell vergehen würde. In den letzten Wochen habe ich im Grunde eine riesige Menge erlebt, obwohl einen die Schule ganz schön auf Trapp hält. Es ist einfach schon die Zeit, die man dort verbringt. Regulär sind es sieben Stunden, für mich aber sind es neun. Das ist ziemlich viel, wenn man sich den Rest des Tages anschaut, der dann noch übrig bleibt. Und zu allem Überfluss ist der zum größten Teil auch noch mit den Hausaufgaben gefüllt. Das soll allerdings nicht heißen, dass ich mich darüber beschwere, nein! Schule macht, meiner Meinung nach, in Amerika sehr viel Spaß, besonders, wenn man jeden Monat mindestens (!!!) ein langes Wochenende hat. Das erste hab ich schon hinter mir.....und das nächste folgt in 2 Wochen. Die Schultage sind zwar nicht besonders abwechslungsreich, da man ja jeden Tag die gleichen Fächer hat, aber es gibt so viele Tage, an denen eine "assembly" einberufen wird, ein "pep really" veranstaltet wird, oder sonstiges .......... "Pep rallies" sind dazu da, den Schülern den Sport "schmackhafter" zu machen, das heißt, wenn ein wichtiges Football-Spiel (oder auch weniger wichtig) oder baseball oder sonstiges ansteht, ist die ganze Schule entweder vor oder nach dem Unterricht in die Turnhalle eingeladen, in der die "cheerleaders" und das "bell-dance-team" eine kleine Show veranstalten. Letzte Woche wurde zum Beispiel die ganze 11. Jahrgangsstufe in der 7. Stunde in die Turnhalle beordert, um sich dort eine Präsentation (Film) anzuschauen. Wie man das sieht, muss Schule doch nicht nur Langeweile bedeuten!!! Wenn man sich den Unterricht hier in den USA (ich kann nur von meiner Schule sprechen, vielleicht ist das ja auch verschieden) anschaut, dann gibt es doch gewaltige Unterschiede zum deutschen/bayerischen Schulsystem! Zu Beginn jeder Stunde wird erst mal "roll gecheckt", d.h.: Anwesenheit geprüft. Jede Stunde kommen Schüler, die die Listen abholen, sie ins Direktorat bringen, und von dort wird dann zu Hause angerufen (wenn man es für nötig hält). Und das alles, um zu vermeiden, das wir (Schüler) schwänzen. NEVER SKIP!! Etwas, was auch völlig anders ist, sind die Klassenzimmer. Manche sind wie Wohnzimmer eingerichtet, andere erinnern einen an ein "football stadium" oder auch an eine Bibliothek. Das kommt daher, dass jeder Lehrer sein eigenes Zimmer hat und es auch nach seinen Bedürfnissen einrichten kann (wie es ausschaut ohne Einschränkungen). Sie sind ausgestattet mit Fernseher, Video und Telefon. Das ist schon mal die Grundausstattung! Ab und zu kommt es auch mal vor, dass mitten im Unterricht das Telefon klingelt, und der ein oder andere Lehrer seine Pizzabestellung für die "lunch break" storniert oder aufgibt. Oder man telefoniert mal schnell mit dem Ehemann um ihm zu sagen, dass er sich heute ausnahmsweise mal selber um das Abendessen kümmern muss, mir kommt das alles ein wenig komisch vor, zumindest tat es das am Anfang. Mittlerweile ist es völlig normal, wenn ein Schüler im Unterricht aufsteht um zu telefonieren......... Es gibt auch ein paar Lehrer, die es nicht für nötig halten Schuhe anzuziehen. Immerhin ist es ja fast wie das eigene Wohnzimmer!!!! Es ist schon komisch, manchmal komm ich mir vor wie im Film, wenn man durch die Straßen schlendert und einem ein Polizist entgegen kommt, mit blauer (eng anliegender!!!) Uniform, großer silberner Stern auf der Brust, Cowboyhut und darunter auf der Nase sitzend eine große spiegelnde Sonnenbrille!!! Man kann hier so viel erleben, wenn man nur mit "offenen Augen" herumläuft! One of the things I really appreciate here in texas, is
the "eiswürfelmachine"! You can choose between cubed and
crushed ice and it is available in every fridge. Thank gosh!!! Bald beginnt wieder eine neue Woche, mal schaun, was sich dort so alles ergibt. Bis bald Anna Freitag, 3. November 2000 Nach einer langen Pause melde ich mich jetzt endlich
mal wieder zurück. The week after homecoming we had a so called spirit week. Monday was for example cowboy day,where everybody was dressed up like a cowboy. Other days were also college day, biker day and twin day. I've never really seen the sense in these days, but it was nice to observe the school spirit which many of the students showed. One day, I was really looking forward, was „Halloween“. I had the pleasure to meet people like Harry Potter, the devil, princesses, ninja turtles and a lot more. My sister and me had a great day. We carved a pumpkin (this is really hard, I can tell), handed out the candy, which is at least as much fun as going „trick or treat"and all this stuff. After 10 people knocking at the door I stopped counting all the guys who were at our house, but I am sure it was a lot. It was a really nice day, and it was fun to go through the neigborhood and see all the decoration people had at their houses. Anyways! In den Kaufhäusern hier sieht es schon richtig weihnachtlich aus. Ich glaube, das ist auch nicht anders als in Deutschland, nur das man hier wirklich noch nicht in weihnachtlicher Stimmung ist. Immerhin ist es noch möglich in kurzer Hose rumzulaufen, was es einem nicht gerade leicht macht, an das kühle Wetter in Deutschland zu denken. Ich bin ja schon froh, dass ich Ende November/Anfang Dezember für eine Woche in New York City bin. Ich hoffe jedenfalls, dass wir Glück haben, und ich dort ein wenig Schnee zu Gesicht bekomme. Ein bisschen Heimatfeeling tut auch mal gut. New York wird sicher eine super Zeit, auch wenn es leider nur für eine Woche ist. Aber bis dahin kommt erst noch das „Thanksgiving-Wochenende“, was wir natürlich mit dem traditionellen „turkey dinner"verbringen werden. Seit einer Woche wird in unserer Schule "A midsummer night's dream" von unserem eigenen theatre aufgeführt. Das ist schon der Wahnsinn! Unsere Schule hat ein eigenes kleines Theater und natürlich ist „theatre"ein Schulfach, das man wählen kann. Ich werde es mir morgen anschaun, bin leider noch nicht früher dazu gekommen, aber was ich so gehört habe, muss es ziemlich gut sein. Etwas, was mir jetzt auch ein bisschen klarer geworden ist, sind die TVs in jedem Klassenzimmer. Seit einiger Zeit werden dort täglich die "morning announcements" übertragen. Ist vielleicht schwer, sich darunter was vorstellen zu können. Es werden eben so Sachen angesagt, die "heute" so los sind. Ob wieder ein Football- Spiel ist, welche Clubs heute ein Treffen haben, wer das Volleyball Spiel von "gestern" gewonnen hat, wer so und so viele Asse geschlagen hat und noch so einiges mehr. Manchmal sehr interessant, manchmal ziemlich langweilig und man nutzt dann lieber die 10 Minuten (!!!!) Zeit um seine Hausaufgaben zu erledigen. (Könnt ihr euch vorstellen, dass man am Effner 10 Minuten lang über die täglichen Aktivitäten berichtet?) Was ich auch ziemlich sinnvoll finde, sind die fieldtrips (das sind ... ja, jetzt müsste man nur noch deutsch können.... Klassenausflüge? Oh, ich hab's: Exkursionen!) Nicht die fieldtrips selber sind das Besondere, sondern die Art, wie man sie sich finanziert. Wahrscheinlich kann sich da jetzt keiner was drunter vorstellen....es gibt einige fieldtrips, die ziemlich teuer sind, for example ein astronomy Ausflug über Nacht, um sich die Sterne anzuschauen.... und wo geht das besser als in the middle of nowhere in Texas???Na ja, das ist dann ziemlich teuer, ca. $60. Um nicht alles selber zahlen zu müssen, verkaufen die Schüler dieser Klasse einfach Süßigkeiten, mit denen die unheimlich viel Geld verdienen, mehr als ich je gedacht hätte. Wenn man das alles am Schluss zusammen rechnet, muss man dann anstatt $60 nur noch $40 zahlen, was eigentlich schon einen ziemlichen Unterschied macht. Ich find das ziemlich sinnvoll und eine echt gute Idee. The next month is gonna be very exciting, I guess. Next tuesday,November 7th is election day...a very important day in the USA. I'm really excited about who's gonna be our new president. But I'm sure, actually everybody knows, who will win Texas! Next Wednesday, the German club's gonna go to New Braunsfeld (a small town near Austin), where the "Wurstfest" is taking place at the moment. They invited all the German exchange students to come with them and this is for sure an event I really don't wanna miss. Let's see,what's gonna expect me there. I guess, sthat's it for today. I'm sure I'll have a lot to tell after New York, so.....probably in one monthI'll write again. I think I told you in my last essay about my trip to New York, didn't I? Well, yeah, yesterday at 1 a.m. I came back. It was awesome!!! On the one hand, New York is the dirtiest, loudest and crowdest city I've ever seen, but on the other hand, it is the most beautiful, greatest and biggest city!!! I've been there for 7 days, and I guess we saw really a lot. Our guide was great, and we had so much fun together. We were a very small group (only 16), and so, she took us to a lot of places, where you actually can't go, with like 40 people....like the Plaza Hotel and stuff. Gleich am ersten Tag sind wir auf das „Empire State Building"hoch. Man kann sich nicht vorstellen, was man von dort für einen Ausblick über ganz New York hat. Man steht da oben und fühlt sich so verdammt klein über dieser Riesenstadt. Auch wenn man einfach durch die Stadt läuft, fühlt man sich richtig von den ganzen Hochhäusern erschlagen. Man bekommt schon fast eine Genickstarre, wenn man die ganze Zeit nach oben schaut. Etwas, was ich am meisten genossen habe, war, wenn wir abends, wenn es dunkel wurde, in den Straßen rumgelaufen sind, und wir überall die tollsten Lichter an den Bäumen, Häusern und Geschäften bewundern konnten. Man merkt schon sofort, dass New York eine Stadt ist, in der immer was los ist. Es gab, glaube ich, keinen Tag, an dem wir nix Verrücktes erlebt haben. An einem Tag war der Präsident in der Stadt. Da war die Hölle los...überall Polizisten (die gibt es zwar sowieso, aber nicht so viele)...rote Teppiche usw. An einem Tag haben wir auch am Times square den „ice man"bewundern können. Er wollte ins Guinnes Buch der Rekorde kommen und hat sich dafür für zwei Tage in einen Eisblock stecken lassen, konnte nur stehen, nichts anderes. Es hätte ca. zwei Stunden gedauert um sich in der Reihe anzustellen um ihn von nahe zu sehen und Fotos zu machen...so wichtig war es dann doch nicht für mich. An einem anderen Tag haben wir "destinie's child" und "marc anthony" gesehen. Sie haben für das "lightning" des Weihnachtsbaumes vor dem Rockefeller center gesungen. Jeden Abend sind wir dann an dem Baum vorbei gefahren und kein einziges Mal konnte ich meine Augen von ihm lassen! Es war gigantisch. Ein Riesenbaum, geschmückt mit bunten Lichtern. Aber man kann doch schon in einigen Läden sehen, dass das alles ziemlich kitschig sein kann. Auch wenn wir zu unserem Hotel abends gefahren sind, sind wir an so einigen Wohngebieten vorbeigefahren und ab und zu sieht man dann vor lauter Lichtern das Haus gar nicht mehr. Im Garten steht dann ein beleuchteter Santa Claus mit Rentieren und Schlitten...oder auf dem Dach....doch alles ein wenig kitschig. Etwas, was mich wahnsinnig beeindruckt hat, war die "statue of liberty". Ich hätte sie mir in Wirklichkeit nie so riesig vorgestellt. Als wir auf der Insel angekommen sind, konnte ich meinen Augen nicht trauen, als ich dieses grüne Etwas vor mir gesehen habe. Natürlich sind wir auch bis nach oben in die Krone gestiegen. Keine gute Idee für mich! Da ich Höhenangst habe, hätte ich das doch schon vorher wissen sollen, dass es ziemlich hoch und eng werden kann!!! Erst waren die Stufen noch ca 1, 50 Meter breit, dann nur noch einen Meter...dann 50 cm und dann ca. 30 Zentimeter (!!) und dann war es für mich aus. Ich bin echt froh, dass ich das überlebt habe....nie wieder und wahnsinnig lohnen tut es sich auch nicht. Man steht da oben nicht mal eine Minute, schaut aus einem dreckigen Fenster, aus dem man nicht Mal ein gescheites Foto machen kann! Aber irgendwie kann man trotzdem sagen, hey, ich war auf der Freiheitsstatue! Es gäbe noch so viel zu erzählen, zum Beispiel das Einkaufen auf der 5th Avenue. Das macht wirklich Spaß. Sich die ganzen teuren Geschäfte anzuschauen, leider nicht darin einkaufen zu können. Aber dennoch! Auch auf der Wall Street entlang zu laufen macht einem doch ein komischen Gefühl. An jeder Ecke gibt es was Interessantes, besonders der Times Square ist der Wahnsinn. Immer was los....alles voller Lichter....traumhaft. Wir haben uns auch eine Theater Show angeschaut. War auch ziemlich gut. In den Central Park sind wir auch, allerdings nicht besonders weit, da es schon etwas spät war, und dann doch ein wenig gefährlich sein kann. Wir haben uns eigentlich nur das "Memorial für John Lennon" angeschaut und sind einmal um "Strawberry field" gelaufen! Wenn man Weihnachtsgeschenke einkaufen muss, gibt es mit Abstand keinen besseren Ort als New York City! Egal für welche Altersklasse, man findet immer was. Wir haben uns auch ziemlich lange im größten Spielzeugladen in New York oder ganz Amerika aufgehalten. Stofftiere in Lebensgröße....der Wahnsinn!!!! Unser Dinner haben wir auch immer im Planet Hollywood oder Hard Rock Cafe eingenommen. Aber ich hab wirklich genug von Hamburgern, Cheeseburgern oder Veggieburgern. Ich kann's nicht mehr sehen! Trotz allem war diese Woche anstrengender als alle vorherigen Wochen. Jeden Tag um 8 Uhr aufstehen und erst abends daheim, was aber nicht bedeutet, dass auch gleich geschlafen wird. Also, New York ist einfach ein Traum, und ich glaube, dass die Vorweihnachtszeit wirklich viel ausgemacht hat. Manchmal sind wir abends auch noch auf einen Aussichtspunkt, und haben uns die Skyline bei Nacht angeschaut..... Naja, das war's mal so schnell zusammengefasst, was in dieser Woche in New York passiert ist. Ich habe es sehr genossen, aber ich glaube, das wäre keine Stadt für mich zu leben. New York never stands still ... that's nothing for me!!! Sonst geht es hier langsam auf das Ende des ersten Semesters zu! Noch ca 2 Wochen, dann haben wir „Christmas break“! Das bedeutet leider auch, dass in 1 1/2 Wochen die Finals sind... vier Tage lang, an jedem Tag in zwei Fächern je zwei Stunden schreiben. O jeh, daran will ich gar nicht denken. Ich freue mich wahnsinnig auf Weihnachten. Ich weiß nicht, ob ich schon mal erwähnt habe, dass ich in einer jüdischen Familie lebe, was auch bedeutet, dass sie kein Weihnachten feiern. Im Grunde hatte ich mich ziemlich gut damit abgefunden, aber je näher Weihnachten auch rückt, habe ich es dann doch ein wenig bedauert, dass ich kein Weihnachten habe. Und jetzt weiß ich wirklich die Gastfreundschaft der Amerikaner zu schätzen! Ein Mädchen aus meiner Englisch-Klasse hat mich zu ihr nach Hause eingeladen um mit ihrer Familie Weihnachten zu feiern. Ich konnte es gar nicht glauben, da ich ja im Grunde absolut nix mit ihr zu tun hatte. Sie ist nicht mal eine meiner Freundinnen, sitzt nur vor mir! Das wird bestimmt ein schönes Weihnachten. Hier geht es ja über zwei Tage. Am 24. haben wir ein großes Essen mit der ganzen Familie, gehen in die Kirche, und besuchen noch einen anderen Teil der Familie ... am nächsten Morgen geht es dann an die Geschenke!!! Bin schon froh, dass ich das mitbekomme, wie die das in Amerika feiern! Meine Familie hat mir gestern auch noch eine kleine Überraschung bereitet. Als ich nach Hause kam, stand in meinem Zimmer ein kleiner Tannenbaum mit Lichtern.....ich habe mich total gefreut! Naja, das war's mal wieder! Von der Schule gibt es noch nichts Neues, immerhin war ich schon seit fast zwei Wochen nicht mehr dort! Aber nach Weihnachten gibt es bestimmt wieder viel zu berichten....die Finals, Weihnachten selber und mein Trip nach Florida! Bis dann
Anna
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December 29, 2000
Hi, I
am Anna Boegl's host sister Heather, I am 16 years old and am a junior at
Anderson High School. The experience of having an exchange student has
been one of the best of my life, definitely one I will never forget. Heather Hemnkey |
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