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Als erste weiterführende Schule im Landkreis Effner-Gymnasium führt Schulsozialarbeit ein Lehrer und Eltern sind von dem Projekt begeistert, aber die pädagogische Stelle kann nur bis Juli finanziert werden Von Petra Schafflik |
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Dachau - Das Josef-Effner-Gymnasium in Dachau hat als erste weiterführende Schule im Landkreis eine Stelle für einen Schulsozialpädagogen geschaffen. Bisher habe dafür das Geld gefehlt, erklärt Schulleiter Kurt Stecher. Als im laufenden Schuljahr erstmals jedes Gymnasium Geld für zusätzliches pädagogisches Personal erhielt, hat er rasch entschieden: "Jetzt probieren wir es." Die guten Erfahrungen von Schulleiter-Kollegen mit Schulsozialarbeit hatten Kurt Stecher schon lange überzeugt, wie er sagt. Notwendig sei eine pädagogische Unterstützung der Lehrer, da "Schule als Folge sich wandelnder Strukturen in der Gesellschaft für einige Schüler immer stärker eine Familienfunktion übernimmt". Der Schule wachse eine Rolle zu, die das Lehrerkollegium nicht ausfüllen könne. Auch die Schulpsychologin sei "überfordert mit der Masse der Einzelfälle". Am Josef-Effner-Gymnasium (JEG) ist deshalb seit den Weihnachtsferien Sigrid Pfeiffer Ansprechpartnerin für alle Schüler. Die Sozialpädagogin, die seit vorigem Jahr Mitglied im Elternbeirat ist und ihr Amt jetzt ruhen lässt, wird unter anderem konkret mit "Problemklassen" arbeiten. Sie soll eingreifen, wenn etwa Einzelne ausgegrenzt werden oder sich rivalisierende Gruppen bilden, skizziert Stecher mögliche Arbeitsansätze. "Ein fertiges Konzept gibt es aber noch nicht", sagt Stecher und warnt vor zu hohen Erwartungen. Dennoch reagieren die Eltern bereits begeistert auf das neue Angebot. Gerade an einer so großen Schule wie dem JEG mit 1530 Schülern und der räumlichen Enge in Folge des laufenden Umbaus "sind Konflikte programmiert", erklärt Elternbeiratsvorsitzende Renate Schmoll. Eine Vertrauensperson, "von der die Schüler nicht im Unterricht beurteilt werden", könne da segensreich wirken. Schulleiter und Eltern seien sich einig: Schulsozialarbeit, die essentiell auf Vertrauen basiert, sollte eine langfristige Perspektive haben. Umso mehr bedauert Stecher, dass die neue Stelle zunächst bis Juli befristet ist, denn nur solange reicht das Geld. "Es wäre schön, wenn wir das Projekt weiterführen könnten." Doch der Schulleiter stellt auch klar: "Elternbeirat oder Förderverein haben nicht die Möglichkeit, das zu finanzieren." Die Förderung durch Freistaat und Landkreis hat sich bisher auf Hauptschulen konzentriert. "Das halte ich für gerechtfertigt", sagt Stecher. Der Schulleiter hofft jetzt, dass das Extra-Budget im kommenden Jahr erneut genehmigt wird. Unterstützung kommt von den Eltern. "Wir werden über die Landeselternvereinigung massiv Anträge ans Kultusministerium stellen", kündigt Renate Schmoll an. "Denn es ist nicht einzusehen, warum an den Gymnasien keine Schulsozialarbeit gefördert wird." |