"Eine geballte Ladung von Geistesgrößen"

245 Schüler des Josef-Effner- und des Ignaz-Taschner-Gymnasiums erhalten Reifezeugnis

Von Klara Bitzer

Dachau - Die beiden Gymnasien in Dachau haben gestern die diesjährigen Abiturienten feierlich verabschiedet. Schulleiter Roland Reger überreichte am Vormittag den 138 Abiturienten des Ignaz-Taschner-Gymnasiums (ITG) in der Aula der Schule ihre Zeugnisse. Die 107 Abiturienten des Josef-Effner Gymnasiums (JEG) erhielten ihre Zeugnisse nachmittags von Schulleiter Kurt Stecher. Alle Dachauer Abiturienten haben ihre Abschlussprüfungen bestanden.

Das Beste für die Zukunft und viel Glück wünschten alle Laudatoren den Abiturienten bei den Abiturfeiern am JEG und ITG. Und da nicht alle dasselbe sagen wollten, schickten sie sie mit berühmten Zitaten auf den Weg in einen neuen Lebensabschnitt: "Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand", zitierte Martin Frank vom Elternbeirat des JEG den deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer. Frank freute sich über die "geballte Ladung von 138 Geistesgrößen, die diese Schule hervorgebracht hat". Dominik Härtl, Vorsitzender des Fördervereins des Josef-Effner-Gymnasiums, beendete seine Rede mit einem Zitat von Ludwig Erhard: "Die Arbeit ist oft unbequem, die Faulheit ist es nicht, trotzdem: Der kleinste Ehrgeiz - hat man ihn, ist stets der Faulheit vorzuziehn!".

Roland Reger gratulierte in seiner Rede seinem "Jahrtausendjahrgang" mit 138 Abiturienten und zeigte sich sehr erfreut über die 31 Schüler, die einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma erreichten. Besonders geehrt wurden sechs Kollegiaten, die eine Abiturnote besser als 1,5 hatten. Als Bester des Jahrgangs gratulierte Schulleiter Reger Maria Berndt zur Traumnote 1,0. Der diesjährige Notenschnitt am ITG liegt bei 2,5.

Auch Kurt Stecher, Schulleiter des JEG, ist stolz auf seine 107 Abiturienten: "Kein Jahrgang der letzten Jahrzehnte war so gut wie sie", sagte er. 29 JEG-Abiturienten haben eine Eins vor dem Komma. Die Abiturientinnen Claudia Brehm und Carolin Strobl erreichten sogar einen Notendurchschnitt von 1,0.

Bei den Abiturfeiern wurden nicht nur die schulischen Leistungen, sondern auch das außerschulische Engagement gewürdigt. Thomas Herold erhielt die Ignaz-Taschner-Medaille für sein Engagement beim Projekt "Schule ohne Rassismus".

Die Abiturienten des ITG blickten in ihrer Rede begleitet von viel Jubel auf die vergangenen Schuljahre und das Erlebte zurück. Ihre Ansprache verpackten die Abiturienten des JEG in nachgespielten Fernsehsendungen wie "RTL Aktuell", "Wer wird Millionär" oder einer Kochsendung und erhielten tosenden Applaus.

Die stellvertretende Landrätin Eva Rehm lobte beide Abiturjahrgänge und freute sich sehr, dass alle Abiturienten die Prüfungen bestanden haben. Sie sagte am JEG: "Trotz Krisenzeiten wird es mir nicht bange, mit Ihnen in die Zukunft zu gehen." Allerdings ging sie an beiden Gymnasien auf die hohen Schülerzahlen ein und sagte am ITG: "Wir sind hier an die Grenzen geraten." Ziel sei es, diese Situation aber baldmöglichst durch ein viertes Gymnasium zu entspannen.

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