Josef-Effner-Gymnasium

Loses Netz
Schülervertreter tauschen sich nur wenig aus Landkreis

An jedem der drei Gymnasien im Landkreis Dachau gibt es eine Schülermitverwaltung (SMV). Sie vertritt durch die gewählten Schülersprecher die Interessen der Schüler. Seit drei Jahren arbeitet das Kultusministerium daran, die verschiedenen Schülervertretungen zu vernetzen und ihre Position zu stärken, weshalb sie in Regiogruppen zusammengefasst sind. Ziele sind der gegenseitige Austausch und die Organisation von Projekten. Zur Regiogruppe Dachau gehören das Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau (ITG), das Josef-Effner-Gymnasium Dachau (JEG), das Gymnasium Markt Indersdorf (GMI) und das Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim.

In der Theorie höre sich der Gedanke gut an, doch die Umsetzung sei zumindest im Landkreis noch nicht optimal, sagt Johannes Schlandt von der Dienststelle der Ministerialbeauftragten Oberbayern-West, Karin Oechslein. Die Vernetzung zeige auch die Grenzen der Möglichkeiten der SMV auf. Zwei Mal pro Schuljahr treffen sich die Schülersprecher - damit endet das gegenseitige Kennenlernen bereits oft. Die Idee der Kooperation wird unter anderem durch die räumliche Distanz belastet, wie etwa zwischen Markt Indersdorf und Unterschleißheim sowie durch den häufigen Wechsel der Schülersprecher oder die oft mangelnde Organisation der SMV.

Am ITG ist Manuel von Grosigk neu im Amt des Schülersprechers und hatte mit der Regiogruppe noch keinen Kontakt. "Wir sind noch nicht dazu gekommen", sagt er. Martin Schafflik vom JEG ist seit zwei Jahren Schülersprecher und kennt die Versuche zur Vernetzung der SMV. "In den letzten Jahren ist schon etwas gelaufen." So hätten die Gymnasien in der Regiogruppe am Schuljahresende ein Sportfest auf dem ASV-Gelände in Dachau organisiert. Das sei aber mit viel Aufwand verbunden, zudem gebe es "sonst genug Arbeit". Deshalb schieden regelmäßige Treffen und Aktionen aus. "Ob sich mehr ergibt, wird sich zeigen", sagt Schafflik. SZ

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