Josef-Effner-Gymnasium

19 Grad Raumtemperatur kommt bei Schülern gut

Dachau Muss man mitten im Winter die Heizung so aufdrehen, dass man im T-Shirt im Klassenzimmer sitzen kann? Nein, findet Kerstin Dörner, Schülerin des Effner-Gymnasiums, die die Aktionswoche "Klimawandel im Klassenzimmer" initiierte. Zuvor hatte die 18-Jährige ihre Mitschüler dazu aufgerufen, eine Woche lang die Thermostate der Schule auf 19 Grad herunterzudrehen, um Energie zu sparen. "Klimawandel im Klassenzimmer - Kuscheln für die Eisbären", nannte sie das Projekt, das sie gemeinsam mit Freunden initiierte und durchführte.

Dass man nicht unbedingt kuscheln muss, um bei solchen Temperaturen nicht zu frieren, merkten die Dachauer Schüler im Laufe der Woche schnell: Ausgehend von 19 Grad heizt sich eine Klasse voller Schüler schnell um ein, zwei weitere Grad auf. "Manche aus den höheren Klassen waren anfangs skeptisch", berichtet Kerstin Dörner, "aber jetzt höre ich oft: Super, ich schwitze endlich nicht mehr."

Bei den in den Wochen zuvor gemessenen 25 bis 28 Grad war das keine Seltenheit gewesen. Nach mehreren Aktionstagen, berichtet auch Geografielehrer Jürgen Albertsmeier, seien zwei Schüler zu ihm gekommen und hätten gefragt, wann denn nun die Temperatur heruntergedreht werde.

Zwischenzeitliche Beschwerden besorgter Eltern, ihre Kinder müssten zugunsten des Weltklimas frieren, blieben also unbegründet. In dieser Hinsicht war Kerstin Dörners kleine Klimarettungsaktion somit ein voller Erfolg - was, so waren sich Lehrer und Schüler einig, nie möglich gewesen wäre, wäre die Initiative von Lehrern und nicht von Schülern ausgegangen. matt

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