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Mit neuen Booten in die Rudersaison
Schüler des Effner- und Taschner-Gymnasiums taufen ihre Vierer und lassen sie bei Oberschleißheim zu Wasser

Von Anna Riemann

Dachau Die Schüler des Josef-Effner-Gymnasiums (JEG) und des Ignaz-Taschner-Gymnasiums (ITG) in Dachau haben am vergangenen Wochenende zwei neue Ruderboote bekommen. Auch der Verein Rudergesellschaft München (RGM) erhielt ein neues Boot. Viele Schüler waren zur Einweihungsfeier gekommen, um die geschmückten Sportgeräte zu besichtigen.

Mit einem großen Fest an der Rennstrecke des Olympia Regatta Vereins in Oberschleißheim wurden die Boote feierlich getauft und von den Rudermannschaften der Schulen zu Wasser gelassen. Untermalt wurde die Veranstaltung mit Orchester und Gesang.

Das Boot des ITG, ein Rennvierer, wurde vom Schulleiter Erwin Lenz mit einem Glas Wasser feierlich auf den Namen 'Biber' getauft. 'Für mich Landratte ist das eine große Ehre', freute er sich. Der Gigvierer des JEG, der besonders für kleinere Ruderer geeignet ist, erhielt den Namen 'Simssee'. Er solle an schöne Wanderfahrten in den Chiemgau erinnern, sagte Doris Wittmann vom Elternbeirat, die das Boot einweihte. Wittmann wünschte 'allzeit gute Fahrt.' Der RGM-Vorstand Heiner Fischer taufte den neuen Doppelzweier des Vereins auf den gallischen Namen 'Machfix', 'auf dass es seine Ruderer immer zum Sieg trage.' Nach der Taufe trugen Schüler und Mitglieder des Vereins die Ruder-Vierer zu Wasser.

Finanziert wurden die neuen Boote der Schulen durch den Landkreis Dachau, die Landesstelle für Schulsport des Kultusministeriums, den Elternbeirat des ITG und private Spenden der Schüler aus den Rudermannschaften. Etwa 10000 bis 12000 Euro koste so ein Boot, sagte Thomas Schulz, Lehrer am JEG. 'Dafür hält es auch 15 Jahre', sagte er.

Auch Sportlehrer Thomas Hücherig vom ITG zeigte sich erfreut über die neuen Sportgeräte. Beide Gymnasien bieten Rudern als Wahlfach im Rahmen des Sportunterrichtes an. Rund 90Schüler kommen regelmäßig zum Rudern auf die Anlage in Oberschleißheim. 'Aber auch drum herum ist viel los', erzählt Schulz. Viele Schüler sind zusätzlich in der RGM aktiv und rudern bis zu fünfmal pro Woche. Die Gymnasien kooperieren schon mehrere Jahre mit dem Verein.

Thomas Hücherig sagte, er halte es für 'pädagogisch besonders wertvoll', dass die Schüler an der Regattastrecke Sport treiben können. 'Eine Strecke mit solcher Qualität gibt es nur selten', sagte er. Das Training sei nicht nur leistungssportlich, sondern auch breitensportlich orientiert. Außerdem könnten die Jugendlichen auf verschiedenen Wanderfahrten mit den Booten einen Zugang zur Natur bekommen.

Zur Feier des Tages lieferten sich die Rudermannschaften der beiden Schulen und des Vereins dann noch ein Rennen auf der Regattastrecke. Mit drei Achter-Ruderbooten ging es an den Start. Unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer lieferten sie sich einen spannenden Kopf-an-Kopf-Wettkampf über 1000 Meter, den das ITG mit einer Zeit von 3:34 Minuten ganz knapp für sich entschied. Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft des JEG.

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