Krasse Kontraste
Ehemalige Effner-Schüler spielen gemeinsam auf
Es war ein freudiges Wiedersehen, als sich Schüler, Lehrer und Freunde des Josef-Effner-Gymnasiums zum Benefizkonzert "Back to the Roots" in der Aula der Schule einfanden. Denn musiziert wurde nur von ehemaligen Schülern. Das P-Seminar Musik hatte das Konzert organisiert, um Spenden für die Schule des Franziskuswerk Schönbrunn, die Jugendarbeit des AK Asyl Dachau und das Fußballprojekt "Auf Ballhöhe" in Namibia zu sammeln. Und dafür gab es einige musikalische "Effner-Reunions". Die Original Effner Jazzband stieg schmissig ein. Josef Mayer erzeugte mit spanischer Gitarrenmusik Sommergefühle. Die Indie-Rock-Combo Every other Day schuf den krassen Kontrast mit ihren E-Gitarren. "Wir freuen uns sehr hier auf dieser alt-ehrwürdigen Bühne zu stehen", sagte Frontmann Dominik Reindl, bevor er trotz der schwächelnden Technik erfolgreich die Foo Fighters und die Arctic Monkeys coverte.

Passend zum Titel des Konzerts gab es von Kings of the Bongo eine entspannte Version des Songs "Don't Forget Your Roots" von six60. Sozusagen als Headliner war der Percussionist und Ex-Effnerianer Christian Benning geladen: "Ich bin hier ja praktisch in meinem alten Wohnzimmer." Etwa 20 Minuten lang zeigte er dann, warum er im Programm als "Percussion Weltstar" angekündigt worden war. Er begeisterte mit seinen virtuosen Klängen: fasziniertes Kopfschütteln beim Publikum. Mindestens schulintern bekannt ist der Trompeter Maximilian Wittmann, einigen dürfte er aber auch noch aus seiner Zeit bei der Band Jamaram bekannt sein. Seine Gruppe K18 heizte er dem zunächst etwas verhaltenen Publikum mit Hits wie 99 Luftballons von Nena ein.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neben strahlenden Gesichtern und viel Wiedersehensfreude brachte die voll-besetzte Aula nämlich knapp 3000 Euro Spendengelder, die nun gleichmäßig an die drei Projekte verteilt werden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung Dachau, 24.07.2016