Klangfarben
Gudrun Forstner an der Orgel von Heilig Kreuz
Allmählich entwickeln sich die Gudrun-Forstner-Abende zu einer Institution in Dachau. Angefangen hat die Musiklehrerin am Josef-Effner-Gymnasium mit Liederabenden, jetzt folgt ein Orgelkonzert in Heilig Kreuz. Dabei verfolgte die Pädagogin bisher das Ziel, Musik und Literatur mit einander zu verbinden. Am Samstag, 29. April, 19.30 Uhr, geht es nur um die Musik, beispielsweise um Bach und Mendelssohn-Bartholdy.

Beim letzten Auftritt im Januar ging es um das Goethe-Gedicht "Freisinn", im ungewöhnlichen Arrangement für vier Sänger und zwei Pianisten. Es ging um "Wilhelm Meisters Liebestheater - eine literarisch-musikalische Reisebegleitung" als Teil der wissenschaftlichen Vortragsreihe des Effner-Gymnasiums. Natürlich nicht, möchte man schreiben. Eine herausragende Eigenschaft dieser Veranstaltungsreihe ist es, eine breite Themenpalette von der Philosophie über Naturwissenschaften, Literatur und Geschichte, verständlich zu repräsentieren. Vergangenes Jahr schon gastierte Gudrun Forstner auf der neuen Kaps-Orgel in Mariä Himmelfahrt. Vor ihrem Berufsleben als Dachauer Musiklehrerin hat Forstner bei Gerhard Weinberger und Franz Lehrndorfer an der Münchner Hochschule das Konzertfach Orgel studiert und war Kirchenmusikerin in München-Haidhausen. Noch immer tritt sie regelmäßig als Organistin auf - bis hin zu Konzerten auf der berühmten Orgel im Dom zu Passau. Jetzt also die Orgel in Heilig Kreuz. Forstner will die Klangfarben des Instruments präsentieren.

Gudrun Forstner: Heilig Kreuz, Werke von Bach, Boellmann, Mendelssohn-Bartholdy, Schnitzer und Peeters. Samstag, 29. April, 19.30 Uhr. Eintritt frei.

Quelle: Süddeutsche Zeitung Dachau, 26.04.2017