Der Kreative
Artur Lazarski aus Dachau wird im Landeswettbewerb "Experimente antworten" mit dem Superpreis ausgezeichnet
Von Jana Rick, Dachau
Arthur Lazarski liebt es zu experimentieren. Oder wie er es nennt: "Mir macht alles Spaß, was interessant ist." Und wegen seiner Leidenschaft für Naturwissenschaften wurde der Zwölfjährige am Freitagvormittag im Ehrungssaal des Deutschen Museums in München belohnt. 56 bayerische Schülerinnen und Schüler sind dort mit dem "Superpreis" des Landeswettbewerbes "Experimente antworten" ausgezeichnet worden. Der naturwissenschaftliche Wettbewerb wurde zum 14. Mal ausgetragen. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn. Dabei sollen die experimentierfreudigen Kinder und Jugendlichen Antworten auf naturwissenschaftliche Phänomene finden.

Drei verschiedene Aufgaben sind von den Teilnehmern im Laufe des Schuljahres zu bewältigen. Dieses Mal ging es um das Experimentieren mit Wasserpflanzen und Trinkhalmen und um das Mischen verschiedener Stoffe in der "molekularen Küche". Wer bei allen drei Runden erfolgreich war, wird traditionell von der Jury, die aus zehn Experten besteht, zum Superpreis eingeladen. Dabei werden besonderer Fleiß und Kreativität ausgezeichnet.

Zu den Auserwählten zählte auch Artur Lazarski aus Dachau. Dem Schüler des Josef-Effner-Gymnasiums gefiel vor allem das zweite Experiment "Grüner wird's nicht": Hierbei musste er Kresse unter verschiedenen Bedingungen züchten und die Gasproduktion von Wasserpest messen, einmal bei Tag und einmal bei Nacht. Seine Beobachtungen dokumentierte er schriftlich und hielt die Ergebnisse auf Fotografien fest. "Beim Experimentieren haben mir mein kleiner Bruder und manchmal auch meine Mutter geholfen", sagt der Zwölfjährige.

Die Lieblingsfächer des Jungen sind natürlich Mathematik, Physik und Chemie. Auch wenn Chemie in der sechsten Klasse noch nicht auf dem Stundenplan steht. Er ist sich sicher, dass es ihm Spaß machen wird. Schließlich möchte der Nachwuchsforscher auf jeden Fall später Ingenieur werden. "Ich weiß nur noch nicht, was für einer", erzählt er.

Seine Freizeit verbringt Artur oft im Jugendforschungszentrum Mint-Campus Dachau, dort holt er sich neue Ideen. Außerdem programmiert er gerne. Aber auch Skifahren, Skateboarden und Schwimmen zählen zu den Hobbys des Schülers. Beim Landeswettbewerb gab es dieses Jahr etwa 3400 Einsendungen bayerischer Gymnasiasten. Artur kann also stolz sein, von Ministerialdirektor Herbert Püls im Deutschen Museum ausgezeichnet worden zu sein. Den gewonnenen Laborgerätekasten wird er bestimmt für seine zukünftigen Versuche gebrauchen können.

Quelle: Süddeutsche Zeitung Dachau, 06.10.2017